Hitzacker wird geräumt

Radio Freies Wendland hat mich heute den ganzen Tag begleitet. Zumindest solange sie Strom für den Stream hatten. Gerade kam eine Meldung, die mich wieder positiv überrascht hat. Die Polizei will bei Hitzacker gewaltfrei räumen. Naja, so gewaltfrei wie möglich.

Herzlichen Glückwunsch und Dank an die 4 Personen der Bürgerlichen Notgemeinschaft, die über 14 Stunden angekettet auf den Schienen verbracht haben.

Ob die friedlichen Absichten der Polizei Einsatztaktik, Teil der Abmachung oder echte Teilnahme und(!) Professionalität ist, sei dahin gestellt. Der Berichterstattung nach hat sich die Staatsgewalt mehr als sonst üblich an die Regeln gehalten und sich von einer respektablen Seite gezeigt.

Ich hoffe für die Protestlerinnen und Protestler, dass beide Seiten einen kühlen Kopf behalten. Weiterhin hoffe ich, dass die Aktionen als das Zeichen gewertet werden, das sie sind: wir möchten keine Risikotechniken, deren Langzeitwirkung nur mit „katastrophal“ bezeichnet werden können.

Ich möchte hiermit nochmal meine Hochachtung, meinen Respekt und mein Bedauern ausdrücken. Hochachtung und Respekt für alle, die die Zeit, den Mut, die Energie und die Kreativität aufbrachten, um wieder einmal auf den Wahnwitz der Nuklearenergie aufmerksam zu machen. Mein Bedauern, dass ich nicht all dies aufbringen konnte, um vor Ort Unterstützung zu leisten.

Castor 2011

Aktuelle Informationen gibt es unter Castorticker.de oder auch bei der TAZ.

Ich drücke die Daumen, dass der friedliche Protest seine Ziele erreicht, und der Wahnwitz dieser „Müllentsorgung“ in noch weiteren Kreisen bewusst wird.

Update: Der Transport hat die Dauer des 2010er Transports überschritten und ist somit mit über 92 Stunden der Rekordhalter.
Den Berichten nach zu urteilen scheint es im Allgemeinen friedlich zu zu gehen, mein Dank dafür an alle besonnenen Polizisten, die Ihren Beruf professionell ausüben.