TBS5520SE – Multi-standard TV Tuner USB Box

Die kleine Box in schwarzen Metall verspricht, alles an Fernsehsignalen empfangen zu können, was so hier verfügbar ist.

An der Frontseite 2 LEDs, einmal in blau, um zu zeigen, dass das Gerät arbeitet, und einmal in grün, damit wird angezeigt, dass auf der aktuellen Frequenz ein Sender gefunden wurde. Aber davon sagt die nicht wirklich vorhandene Anleitung nichts. Außerdem sind die LEDs viel zu hell, reine Funktionsindikatoren sollten leicht sichtbar, aber nicht grell sein. Neben einem Monitor aufgestellt stört die Helligkeit massiv. 

Die Box hat einen Antenneneingang sowie einen LNB-Anschluß und ein USB-2.0 Interface.

Das Gehäuse ist aus Metall und hat ein paar Lüftungsschlitze. Die Beschreibung sagt: „Neben der guten Ausstattung und dem modernen Interface wurde auch auf eine geringe Leistungsaufnahme und damit eine niedrige Abwärme, für geräuschlosen Betrieb, geachtet.“. Ein Lüfter ist sicher auch nicht notwendig, aber das Gerät wird schon warm, die Lüftungsschlitze sind gerechtfertigt und gut.

Empfangbar seien DVB-S / S2 / S2X, DVB-C / C2, DVB-T / T2 und ISDB-T. Und das passt auch wunderbar zum zentralen Chip in dem Gerät, dem Si21832B. Dieser dekodiert all diese Standards für uns.

Daneben gibt es noch einen CY7C68013A für die USB-Kommunikation. Außerdem ein paar Verstärker- und Logikchips, aber keine Überraschung.Kommen wir zu den Treibern. Diese können von der Webseite herunter geladen werden, im Lieferumfang ist kein Datenträger – der sowieso nur veraltete Versionen haben würde.

Ich habe zum Ansehen des Video-Streams den kostenlosen TBS-Viewer ausprobiert. Der Sendersuchlauf hatte mich direkt demotiviert. Der Empfangstyp war auf Satellit voreingestellt.

Ein Wechsel auf DVB-T (‚Terrestrisch‘) setzt immer die Transponderliste „DMB-TH Hong Kong“ als Standard.Ein Suchlauf (Korrekt auf Transponderliste: DVB-T2 Deutschland gestellt) lieferte keinen Sender, über die gesamte Frequenzliste hinweg. Spezifisches Scannen einzelner Frequenzen, die hier definitiv empfangbar sind und unverschlüsselte Sender übertrage (514 MHz und 706 MHz), lieferten auch 0 Sender. Den Grund dafür liefert die etwas schwache Anleitung: absolut wichtig ist TBS 5520 SE ChangeMode-Tool v1.0.0.2, mit diesem kann der Empfangsmodus geändert werden. Bei mir war der auf Satellit voreingestellt; nur mit diesem Tool kann auf DVB-T2 umgestellt werden.

Danach funktionierte dann auch der Suchlauf im TBS-Viewer. Allerdings ist die Empfindlichkeit des Empfängers eher mittelmäßig. Eine mickrige Antenne, die auch an einem Fernseher hier eher schwierigen Empfang liefert, die aber an einer Xoro-Box sehr gut funktioniert, liefert auch am TBS-5520 keinen befriedigenden Empfang. Vermutlich braucht man mit dem Gerät meistens eine aktive Antenne.

Zum Test wollte ich auch den kostenpflichtigen DVB-Viewer installieren – TBS Viewer lief noch – und erhielt die Fehlermeldung, dass DVB-Viewer noch liefe. Meine Vermutung ist da klar, dass der TBS-Viewer eine verfiesemantuckte Version des DVB-Viewers ist.

Also: es funktioniert alles, aber die Dokumentation stinkt schon anrüchig, und die Lösung des Empfangsumschaltens mittels des Change-Mode-Tools ist suboptimal. Technisch Interessierte werden keine Schwierigkeiten damit haben, aber es ist nicht gut.

Ein für mich wichtiger Kaufgrund war die Zusage „Treiber für sämtliche 32- und 64-bit Betriebssysteme befinden sich im Lieferumfang: Win XP, Vista, Win 7/8/10 und Linux.“ „Sämtliche 32- und 64-bit Betriebssysteme“ … MacOS ist schon einmal nicht dabei, somit ist sämtliche eine leere Versprechung. Linux ist ein verlockendes Versprechen für mich; ich will immer noch den Empfang von Fernsehen auf einem Raspberry Pi machen, und das Dekodieren dann auf anderen Clients. Leider unterstützt der Raspberry Pi h.265 nicht. Linux und sämtliche klingt wunderbar. ARM-Linux scheint da aber nicht wirklich drunter zu fallen.

Mehr zum Linux-Treiber später….

CnMemory Spaceloop externes USB 3.0 Festplattengehäuse – Revision 1.1

Hier freute ich mich noch darüber, wie gut ich die Gehäuse finde, allerdings gilt das leider nicht mehr so ganz. Ich habe ein paar nach bestellt, und leider eine neue Variante erhalten. Diesmal kamen sie von Pollin auch nicht in einer Retailpackung, sondern in Plastiktüten, aber das nur am Rande.

CnMemory hat ein paar Sachen geändert, statt eines KTec-Netzteils gibt es jetzt eins von Asian Power Devices. Aber vor allem gibt es eine andere Platine, die Revision 1.1.

Der große Unterschied ist, dass die alte Version Festplatten mit einer Sektorengröße von 512 Byte meldete, die neue aber Sektorengrößen von 4096 Byte nimmt. Damit ist die gesamte Plattengeometrie durcheinander, und auf der Platte befindliche Daten sind nicht mehr lesbar. Schon die Partitionierungsdaten sind nicht lesbar. Damit ist die neue Revision nicht nur nicht kompatibel zu Platten, die mit der alten Version genutzt wurden, sondern insbesondere auch nicht mit Platten, die am internen Festplattencontroller eines PCs genutzt wurden.

Nur um auszuschließen, dass es sich um spezifische Probleme mit Treibern oder Festplatten handelt, habe ich verschiedene Kombinationen probiert. Windows 7 / 8.1, Linux auf PC und Raspberry Pi, Festplatten von Western Digital, Toshiba und Seagate, mit Größen von 160 GB bis 3 TB: immer das Gleiche.

 

Ich habe heute versucht, den „Technischen Support“ zu erreichen. Auf der Webseite sind 2 Telefonnummern angegeben 01805 / 00251 sowie eine Festnetzdurchwahl. Die 01805-Nummer funktioniert nicht, kann sie auch nicht, da eine 01805-Nummer immer 6-stellig ist. Bei der Festnetzdurchwahl kommt sofort Musik, und nach längerer Zeit die Meldung, dass alle Serviceplätze belegt seien, ich solle es später versuchen, oder eine Email schreiben. Sechs (6!) mal habe ich es versucht… Ich glaube nicht daran, dass dort wirklich jemand erreichbar ist.

Auf meine Email kam eine automatische Antwort:
Betreff:
Abwesend: CnMemory Spaceloop USB 3.0 externes Festplattengehäuse
Inhalt:
Sehr geehrter Kunde,

Ihre E-Mail ist bei uns eingegangen und wird umgehend von uns bearbeitet.

Ich bin gespannt, wahrscheinlich muss ich die 3 Gehäuse als defekt zurück schicken.

CnMemory – USB 3.0 – SATA – Gehäuse: Spaceloop

Bei Pollin gibt es von CnMemory ein Metallgehäuse mit USB 3.0 <-> SATA Interface für 7.95 €. Ich hatte ein paar bestellt, in der Hoffnung, damit aus meinem Raspberry Pi ein NAS zu machen. Bei einer 100MBit-Anbindung des Pis ist natürlich nicht viel Geschwindigkeit zu wollen, das war daher auch nicht der Grund für diesen Kauf. Wie immer möchte ich eigentlich keinen Strom verbauchen, wenn Geräte nicht gebraucht werden, daher sollte die externe Platte auch möglichst immer im Schlafmodus sein. Mein bisheriges USB-Festplatten-Gehäuse verstand den Schlafparameter von hdparm nicht, „hdparm -S 60“ wurde nur mit einer Fehlermeldung quittiert.

Deshalb habe ich es mit diesem Interface probiert, einzige Erwartung war, dass die Schlafeinstellung durchgeleitet wird. Und: ich bin mehr als zufrieden. Ja, Schlafen bei Nicht-benutzung funktioniert. Aber mehr noch: das alte Gehäuse machte an der USB-Schnittstelle maximal 21 MByte/s, das von CnMemory immerhin 27 MByte/s (direkt vom Raspberry Pi). Die Netzwerkübertragung stieg von max. 5,5 MBytes/s auf 7.8 MByte/s (mittels Samba).

An meinem Desktop, mit USB-3.0-Schnittstellen, ist quasi kein Unterschied zwischen dem On-Board-SATA-Controller und der externen Festplatte zu sehen. Rohe Geschwindigkeitstests zeigen bis zu 180 MByte/s, Kopieren über Windows liegt bei recht konstanten 130 MByte/s.

Einziger Nachteil ist die Wärmeableitung. Auch wenn das Gehäuse aus Metall besteht, existiert keine direkte Wärmekopplung zwischen Festplatte und Gehäuse. Abstandshalter sind alle aus Plastik. Das ist zwar besser als ein reines Plastikghäuse – so kann wenigstens die Luft über das Metallgehäuse besser gekühlt werden – aber eine direkte metallische Verbindung zwischen Platte und Gehäuse wäre schon besser.

Wie dem auch sei, ich bin sehr zufrieden, insbesondere auch mit dem Preis, alleine das 12 Volt Netzteil kostet einzeln fast soviel.

 

Update 2015-06-08: Neue Revision 1.1 reagiert etwas seltsam.