Linux: warum geht meine Festplatte nicht in den Schlafmodus?

Aufrufe: 19

Ich habe mich nach langer Zeit wieder entschieden, dass einer meiner Server mit Gentoo laufen soll, statt mit Ubuntu. Im Zuge des Umbaus kam dann auch ein RAID mit netto 30 TB Speicherplatz zum Einsatz.

Ich möchte immer, dass meine Festplatten nur dann angeschaltet sind, wenn sie auch benutzt werden, daher setze ich gewöhnlich mit hdparm -S40 /dev/sd? einen sleep timeout von knapp 4 Minuten.

Nachdem ich alle notwendigen Daten auf das RAID kopiert hatte, blieben die Festplatten noch aktiv.

lsof brachte leider keine Erkenntnis, aber grob jede Sekunde schrieb irgendetwas auf das RAID. Ich bin dann auf laptop mode tools gestoßen, was ich mir auch mal näher ansehen muss. Das verspricht, dass ich Energieoptionen besser einstellen kann und auch, Festplattenaktivität besser analysieren kann.

Aber mit ps aux fiel mir dann noch der prozess ext4lazyinit auf. Dieser sorgt – sehr simple ausgedrückt – dafür, dass die eigentliche Formatierung der Platte im Hintergrund geschieht, und die Festplatte schon genutzt werden kann. Das ist auch schön so, aber ich hätte doch gerne, dass das bald vorbei ist.

Die Geschwindigkeit, in der ext4lazyinit arbeitet, kann mittels mount Optionen eingestellt werden (man 5 ext4):

   init_itable=n
          The lazy itable init code will wait n times the number  of  mil‐
          liseconds  it  took to zero out the previous block group's inode
          table. This minimizes the impact on system performance while the
          file system's inode table is being initialized.

Und das schöne hier ist, dass das im laufenden Betrieb gemacht werden kann:

mount -o remount,init_table=0 <mount point>

Ich hoffe, das ist schon der einzige Prozess, der die Festplatten wach bleiben lässt, aber ich werde es sehen, wenn die Initialisierung wirklich durch gelaufen ist.