Crumar Organizer T1 / T2 Netzteil

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Beide Geräte, Crumar Organizer T1 und T2, benutzen das gleiche Netzteil. Ein Transformator mit Mittenabgriff produziert Wechselspannung, die in einen Brückengleichrichter geht und dann +/- 22-24 Volt gegen Masse bzw. den Mittenabgriff darstellt. Über Spannungsregulierer (78M15 für positiv, 79M15 für negativ) werden dann die +/- 15V erzeugt, mit denen ein T1 / T2 arbeitet.

Fehlersuche

Alle T1 / T2, die ich bisher in den Händen hatte, hatten mindestens einen Fehler im Netzteil. Dank des übersichtlichen Aufbaus ist eine Fehlersuche recht einfach. In den meisten Fällen brennen die beiden 1A-Sicherungen (6) direkt beim Einschalten durch, daher sind die zuerst zu prüfen. Wenn die Sicherungen durchgebrannt sind, kann man natürlich sein Glück versuchen, die Sicherungen austauschen und hoffen, dass die nur zufällig durchgebrannt sind – ja, so etwas kommt vor, aber das habe ich bei diesen Netzteilen noch nicht gesehen.

Da die Spannungsregler (13) per Design auf 500 mA begrenzt sind (und +300mA / -200mA im Schaltbild gefordert werden), müssten die Sicherungen auch bei kurzfristig erhöhter Last funktionieren. Die Spannungsregler sind in Realität irgendwelche, je nachdem, was Crumar zu dem Zeitpunkt ergattern konnte. Hauptsache +/- 15V.

Wenn die Sicherungen aufgeben kann ich mir hier sicher sein, dass ein echter Kurzschluss vorliegt. Bei all meinen Netzteilen waren die 1µF-Kondensatoren (9/11/14) Tantal-versionen, und bei allen haben diese Kondensatoren aufgegeben was sich meistens als Kurzschluss gezeigt hat. Bei den größeren Elkos (laut Schaltbild beide 2000 µF, in Realität war aber immer der Kondensator in der negativen Spannungsversorgung lediglich ein 1000 µF) war es bisher 50/50 ob die defekt waren. In jedem Fall lohnt es sich, die Tantals mindestens an einem Beinchen auszulöten. Ich habe es bei 2 Netzteilen ausprobiert, dass ich die größeren Kondensatoren austausche, aber die Tantals drin lasse. Beides Mal explodierten die Tantals in der selben Reihenfolge – positiv vor Spannungsregler, negativ vor, positiv nach, negativ nach Spannungsregler.
Ich würde daher im Netzteil einfach sofort alle Kondensatoren tauschen.

Mir ist es noch nicht passiert, dass einer der Spannungsregler defekt wäre. Wären die direkt auf der Platine, würde ich die aber auch direkt austauschen, die Teile kosten nichts. Allerdings sind die Regler mit einer Steckplatine und dünnen Drähtchen verbunden. Ich möchte immer soweit möglich alles so original wie möglich erhalten, daher bleiben die Regler, wo sie sind. Würde ich da etwas anpassen wollen, dann würde ich mir direkt 2 15Volt Netzteile kaufen und die als vollen Austausch vom Originalnetzteil nehmen. Schon alleine, weil moderne Netzteile viel effizienter arbeiten. Das musste ich bei einem T1 machen, da dort der Transformator selber einen Kurzschluss hatte, und ich ehrlich gesagt keine Lust hatte, dann noch einen Ersatztrafo zu finden.

Wenn die Glimmlampe im Schalter nicht leuchtet, ist entweder das Kaltgerätekabel zum Netzteil kaputt, die 250 mA-Sicherung durchgebrannt, der Schalter defekt oder einfach die Glimmlampe hinüber – defekte Glimmlampe hatte ich schon, aber keins der anderen Probleme.

Mechanisches

Um an die Lötseite der Hauptplatine zu kommen, müssen 4 Schrauben gelöst werden. Die beiden näher am Transformator haben Abstandshalter während die beiden anderen Winkel zum Fixieren der Platine haben. Für mich ist die Schraube rechts oben im Bild nicht erreichbar, spätestens beim Einbau habe ich mit meinen Fingern keine Chance mehr.
Aber der Sicherungshalter und der Kühlkörper mit den Spannungsreglern kann abgeschraubt werden. Etwas Vorsicht ist hier geboten, ich reiße regelmäßig die dünnen Drähtchen ab und muss sie dann wieder anlöten.

Wenn alles gut gegangen ist, alle Kondensatoren ausgetauscht und neue Sicherungen eingesetzt sind, sollte das Netzteil am großen Steckverbinder (15) eine direkte Verbindung zu Erde haben, der kleinere daneben (16) eine Spannung von etwa -15V und der dritte (17) etwa +15V haben.

Da das Netzteil nicht immer (alleine) Schuld an Problemen ist, hilft eine kurze Messung bei dem ausgesteckten Stromanschluss (also hinter dem Netzteil). Wenn zwischen Masse und den +/- 15 Volt-Anschlüssen ein Widerstand im Bereich von 20kOhm besteht, kann man die Stromversorgung verbinden und alles könnte wieder funktionieren.

Bei einem T2 habe ich derzeit zwischen +15V und Masse gerade mal 63 Ohm, und das sinkt noch, wenn wirklich Spannung anliegt. Damit habe ich an diesem Gerät dann doch mal den positiven Spannungsregler erledigt.

Behringer FCA1616 – wird man das kaufen können?

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Es ist schon etwas länger her, dass ich das Behringer FCA1616 kaufen wollte, der letzte Ankündigungstermin war der 30. November. Aber bis heute ist da scheinbar nichts zu machen. Anfragen meinerseits blieben leider auch unbeantwortet. Vielleicht hilft ja das Blog von Uli Behringer:

… nicht wirklich. Schade eigentlich, die Anküdigung auf der NAMM 2012 klang aber auch zu gut, um wahr zu sein.

Behringer Virtualizer DSP1000 zerlegt

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Da an meinem Virtualizer der Drehknopf nicht mehr richtig funktionierte, habe ich das Gerät mal zerlegt, um den Drehregler mit Kontaktspray zu reinigen. Das ist eigentlich recht einfach. Um an die Bedienungselemente zu kommen, muss der vordere Teil zerlegt werden. Dafür habe ich zunächst die Racknasen entfernt, die jeweils mit 2 Torxschrauben befestigt sind:

Dann müssen oben und unten je 3 Kreuzschrauben entfernt werden, woraufhin links alles aufgeht, rechts ist die Seite noch durch den Netzschalter gehalten.

Dann kommt auch schön das Innenleben zum Vorschein, das Gehäuse ist schon recht leer:

Daraufhin kann man den vorderen Teil abziehen, aber Vorsicht, es gibt 2 Steckverbindungen von der vorderen zur hinteren Platine

Nach dem Ziehen der Stecker von der vorderen Platine müssen 2 Plastikschienen aus dem vorderen Gehäuse entfernt werden. Diese halten die Bedienplatine in der Fassung.

Die Platine kann dann zur Seite raus geschoben werden

Und dann liegt alles frei rum:

Ich hatte vor allem Probleme mit dem Drehregler, der nicht mehr vernünftig reagierte. Ich habe den dann mit einer guten Menge Kontaktspray behandelt.

Einbau funktioniert genau anders herum. Bei den Steckkontakten sollten man schon vorsichtig sein, wenn die hinten aus der Platine raus gezogen werden, empfiehlt sich, den oberen Deckel auch ab zu schrauben (3 Kreuzschrauben hinten).

Bei mir hatte die Operation vollen Erfolg gezeigt, nach dem Zusammenbau ließen sich wieder alle Parameter mit dem Drehregler kontrollieren.

Billiges 19″ Rack

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Da ich ein wenig mit Musikhardware rumspiele, wollte ich immer mal wieder ein “echtes” 19 Zoll Rack. Die ganzen Geräte einfach gestapelt sah nicht nur doof aus, die verschoben sich natürlich immer, wenn was gesteckt werden musste. Beim Suchen im Internet nach Möglichkeiten, mir selbst ein Rack zu bauen – natürlich möglichst preiswert – fand ich einen Vorschlag, der einfach an Genialität grenzt. Die kleinen, billigen “Lack”-Tische von Ikea haben zwischen den Beinen ziemlich genau 19 Zoll Platz! Und für 4,99 € ist mir die Farbe doch ziemlich egal.

Und obwohl das Material schon alleine des Gewichts wegen nicht all zu viel Vertrauen einflößt, ist das doch eine wirklich gute Idee. Die Stabilität eines Stahlschranks ist natürlich nicht vergleichbar, aber die meisten Musikkomponenten kann man halbwegs sicher da unterbringen. Einen Server würde ich allerdings nicht in so eine Konstruktion montieren.

Batteriewechsel bei Yamaha YS200

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Bei ebay habe ich einen Yamaha YS200 ersteigert. Leider schrieb der Verkäufer nicht, dass die Pufferbatterie tot ist. Ich hätte den Synthesizer zwar dennoch gekauft, aber ich finde das unschön, es gibt viele Leute, die so eine Reparatur nicht durchführen können. Für die ist das Gerät dann hinüber.

Erstmal wird das Gerät abgeschaltet und der Netzstecker gezogen. Dann alle Schrauben vom hinteren Gehäusedeckel entfernen, und den Deckel vorsichtig abheben. Natürlich sollte keine Schraube verloren gehen, Es kommen ein paar Platinen zum Vorschein, von denen eine mit einem Metalldeckel geschützt ist. Von diesem Metalldeckel sind wieder alle Schrauben zu entfernen (und nicht zu verlieren). Wenn der Deckel ab ist, sieht man die Batterie schon in der Mitte der Platine. Im Originalzustand ist sie mit Fahnen in der Platine verlötet, was natürlich wieder keinen Spaß macht. Aber es ist nur eine CR2032 mit Lötfahnen. Am sinnvollsten ist es dann natürlich, direkt die Batterie gegen eine Halterung zu tauschen. Dafür wird die Originalbatterie ausgelötet, möglichst mit Entlötlitze, da sie auf beiden Seiten der Platine gelötet ist, bei der brutalen Methode, heiß machen und ziehen, können sehr leicht die Leiterbahnen beschädigt werden.

Um nach dem Tausch einen Werks-reset durch zu führen muss man “…Gerät einschalten, Tasten Job +Exit+Store drücken. Im Display erscheint Entry? Mit + bestätigen. Sodann 2 und 4 eingeben. Display zeigt Factory Set? Frage mit + bestätigen.“. Die Beschreibung ist korrekt und stammt aus dem Forum von sequencer.de

JX-305 Wiederbelebung

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For the English speaking world, a summary translation can be found here

Endlich etwas Zeit, um den Roland fertig zu machen. Das Display funktioniert wie erhofft. Es fehlt nur noch, den ganze Kram zusammen zu bauen.

Das Eratzdisplay passt wunderbar in die Aussparung des Originals, auch wenn es etwas andere Ausmaße hat:
Um richtig zu sitzen muss der Ersatz so weit wie möglich nach oben und links geschoben sein. Die linke obere Schraube passt dann perfekt, die links unten ist etwas schräg angesetzt. Rechts passt die Verschraubung überhaupt nicht, was aber nichts macht, das Display hält auch so sehr gut.Und dann natürlich noch alles andere fest schrauben:
Und das war’s dann. Der JX-305 produziert wieder Lärm und ich hab endlich ein offenes Gerät weniger rum stehen.

Roland JX-305 Displaykontrast

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Offensichtlich ist das Display vom JX-305 (siehe hier) wohl ein Hochtemperaturdisplay, das erklärt dann auch die negative Spannung auf Vo. Um den Kontrast sinnvoller einzustellen, etwa auf 0.5V, ist ein Spannungsteiler zwischen Vdd und Vo sinnvoll. Ich habe dafür einen 15kΩ Widerstand und einen 5KΩ Trimmer benutzt. Jetzt stimmt der Kontrast.